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Tee für einen Stutz, Salsiz für fünf Franken : Weekend-Top-Tipp 187

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Ich bin immer wieder erstaunt, wie wild Zürich sein kann. Und wie viele versteckte Refugien diese Stadt bietet. Eines davon ist das Teehüsli auf dem Üetliberg. Immer wenn ich mich nach „heiler, heimeliger Bergwelt“ sehne und die Zeit für einen Ausflug in die Höhe  zu knapp ist, marschiere ich zum Teehüsli. Es liegt versteckt unterhalb des Gratweges zwischen Üetliberg-Kulm und der Felsenegg. Folgt einfach dem Wegweiser Richtung Baldern und Felsenegg, nach etwa 30-40 Minuten steht auf der linken Seite eine Hinweistafel mit den Preisen und den Öffnungszeiten des Teehüsli. Von dort aus sind es noch knapp drei Minuten hinunter zum rustikalen Hüttli. Im Winter erleuchten Teelichter und ein paar Pfunzeln den Raum, im Sommer sitzt man draussen auf der Terrasse und hat einen grandiosen Ausblick über die Stadt.

Teehüsli InteriorBier gibt es im Teehüsli keines. Dafür Süssmost. Auch Kafi wird nicht ausgeschenkt, aber Holunderblüten-Tee für einen Stutz. Anders als normaler Holunderblüten-Tee ist er nicht gelbgolden sondern rötlich. Die Farbe entsteht durch das Warmhalten auf dem Holzofen.
Die kleine, feine Karte macht auch einen Teil des Charmes des Teehüsli aus. Würde es Coci, Sandwichs und Pommes geben, wäre der Ort auswechselbar.

Was aber jeden Teehüsli-Novizen zuerst vom Hocker haut, sind die Preise: Der Holunderblüten-Tee kostet bloss einen Franken, der Süssmost 2.50 Franken. Es sind alles Selbstkostenpreise, denn das Hüttli wird vom Verein Alpenclub zur steilen Wand geführt – eine Non-Profit-Organisation – und die Vereinsmitglieder erhalten für ihre Arbeit keinen Lohn. Unglaublich aber wahr. Und wunderschön. Dankeschön!

Preisliste Teehüsli Uetliberg

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